Zusammenfassend voran, sie verbessern das Handling und schonen dabei die Karosserie.

Die Karosserie zu schonen, durch starre Lager, das mutet zunächst befremdlich an. Dieses scheinbare Paradoxon bietet sich dem Betrachter an der Hinterachse der E36 und E46 Modelle.

Durch die werksseitige Montage von zu weichen Tonnenlagern, in Verbindung mit zu dünnen Blechen (E46) ergeben sich mögliche Risse in der Karosserie, die die Steifigkeit herabsetzen und schließlich durch strukturelles Versagen einen wirtschaftlichen Totalschaden verursachen.

In der Karosserie sind Muttern bzw. Gewindeeinsätze an das dünne Blech der Karosserie verschweißt. Diese Schweißverbindung hält immer, die Risse entstehen jedoch im umliegenden Blech.

Durch die weiche Lagerung kann der komplette Achsträger auswandern und kippen, sodass auf die Gewindeeinsätze ein Biegemoment einwirkt. Dies resultiert daraus, dass die Kräfte die aus dem Reifen über das Fahrwerk in die Karosserie eingeleitet werden, die Schrauben nicht auf Scherung belasten, sondern durch die weiche Lagerung auf Biegung.

Diesem Problem kann man durch die Verwendung von starren Lagern entgegentreten. Es gibt keine Relativbewegung des Achskörpers gegenüber der Karosserie mehr und daher auch keine Biegung um den Gewindeeinsatz.

Bei Gelegenheit werde ich die Problematik mal anhand einer FEM Analyse zeichnerisch darstellen, solange müsst ihr meinen Worten glauben.

Natürlich ist den BMW Ingenieuren dieser mechanische Zusammenhang ebenfalls bekannt, sie hatten hier nur einen Zielkonflikt, der sie davon abgehalten hat, die technisch beste Lösung zu verbauen. Die entscheidenden Nachteile der starren Lager sind die Akustik und der Fahrkomfort.

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