Welcher Motor?

Es ist eine Philosophiefrage, M60 oder M62.

Der M60B40 Motor ist vom alten Schlag, er hat eine Duplexkette und lenkt die Kette im V per Zahnrad um. Der Motor war im E32, E34 und in den ersten E38 bis 1995 verbaut.

Der M62B44 hat 10% mehr Hubraum und 5% mehr Drehmoment und steht entsprechend besser im Futter. Nachteilig ist der Kettentrieb, hier ist eine Simplexkette verbaut, welche über eine Gleitschiene im V umgelenkt wird.

Der M62B44TU verfügt über VANOS und eine elektrische Drosselklappe. Der Motor hat nochmal 20 Nm mehr Drehmoment als der M62B44 und ist zweifelsfrei das potenteste Aggregat. Die Tatsache, dass zum Betrieb das elektronische Gaspedal aus dem Spender zu übernehmen ist, macht den Motor jedoch relativ uninteressant. Der Aufwand für die Beschaltung ist größer und das elektronische Gaspedal fühlt sich in einem E36 einfach falsch an.

Solltet ihr auf V8 mit Automatik umbauen, so müsst ihr, um einen enormen Aufwand bzgl. Des ABS/ASC zu vermeiden, einen M60B40 verbauen. Die Motor- und Getriebesteuerung kommunizieren zwar miteinander bereits per CAN-Bus, sie brauchen aber mit Ausnahme von simplen Drehzahl- und Geschwindigkeitssignalen, keine Bussignale von außen. Die Getriebesteuerung bei den 5HP24 Getrieben aus der M62 Generation erkennt u.a. eine Kurvenfahrt und schaltet daher im D-Modus nicht runter. Zur Erkennung der Kurvenfahrt bedarf es der Auswertung aller vier Raddrehzahlsignale, welche somit in aufbereiteter Form vorliegen müssen. Diese Signale sind im E36 nur mit dem Umbau auf das modernere ABS/ASC/DSC System aus E38 und E39 zu erhalten.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

en_USEnglish
de_DEGerman en_USEnglish